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26. August 2026 – CreatiF Center der HFF München präsentiert restaurierte Filme mit dem SINEMA TRANSTOPIA in Berlin

12.08.2026

Zwei restaurierte Filme von Alumnae* der Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) München werden am 26. August 2026 um 19 Uhr im Berliner SİNEMA TRANSTOPIA gezeigt / Anschließender Filmtalk mit internationalen Filmexpertinnen / Die beiden Kurzfilme DER FREMDE DONNER (1984, Drama, 24 min, DmeU) und VOM ZUSEHEN BEIM STERBEN (1983, 41 min., DmeU) wurden kuratiert und restauriert vom Filmerbe-Bereich des HFF-An-Instituts CreatiF Center unter der Leitung von Dr. Yi Lou / Weitere Infos und Tickets

München, 12. August 2026 – Das Filmerbe unter Leitung von Dr. Yi Lou aus dem HFF-CreatiF Center präsentiert am 26. August um 19 Uhr unter dem Titel Crossing Borders with Camera Forward zwei restaurierte Kurzfilme von HFF-Alumnae im Berliner SİNEMA TRANSTOPIA mit anschließendem Filmtalk:


Der Fremde Donner
Pascal Hoffmann, 1984, Drama, 24 Min. Deutsch mit englischen Untertiteln

Vom Zusehen beim Sterben
Dorothee Schön, Hubertus Meyer-Burckhardt, 1983, 41 Min. Deutsch mit englischen Untertiteln

Im Anschluss findet ein Gespräch mit Sun-Ju Choi, Feng-Mei Heberer und Yi Lou statt.

Crossing Borders with Camera Forward präsentiert verborgene Schätze aus dem Studierendenfilmarchiv der HFF München. Mit neu restaurierten Abschlussfilmen aus den 1980er Jahren untersucht das Programm, wie deutsche Filmstudierende sich angesichts des Endes des Kalten Krieges mit sich wandelnden rassischen und kulturellen Vorstellungswelten auseinandersetzten. Im Mittelpunkt der Auswahl steht die unerwartete Präsenz eines imaginären Asiens und des „Asiatischseins“ – mal ganz offen, mal als kaum wahrnehmbare oder flüchtige Spuren. In dem Science-Fiction-ähnlichen Film Der Fremde Donner taucht Asien in Fantasien über außerirdisches Leben auf und untergräbt zugleich westliche Ideale der rationalen Aufklärung. Die expressionistische Doku-Fiktion Vom Zusehen beim Sterben konfrontiert westdeutsche Ängste vor Grenzen, Vertreibung und nationaler Identität durch die Einbindung von Filmmaterial über „Boat People“, die auf der Cap Anamur ankommen. Wir nutzen dieses neu entdeckte Filmarchiv als Ausgangspunkt, um Fragen rund um Stimme, Perspektive und Bewahrung aufzuwerfen, und als Mittel, um unsere gegenwärtige Situation mit ihren anhaltenden und neu entstehenden einwanderungsfeindlichen Realitäten kritisch zu reflektieren.

Die digitale Restaurierung der beiden Filme wird vom HFF Film Heritage Project ermöglicht, das vom CreatiF Center am HFF München betrieben wird.

Sun-Ju Choi ist ist als Kuratorin und Autorin tätig. Als Vorstandsmitglied von „Vielfalt in Film e.V.“ setzt sie sich für mehr Vielfalt und Intersektionalität im Film ein. Sie ist Co-Autorin des Films „Staatsschutz“, der bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin 2026 Premiere feierte.

Feng-Mei Heberer ist Film- und Medienwissenschaftlerin an der Universität Hongkong. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich mit Medien, Migration sowie rassifizierten Geschlechter- und Arbeitsregimen. Sie ist Autorin von Asians on Demand (2023) und engagiert sich aktiv in der Community-Filmkuration.

Yi Lou ist Filmwissenschaftlerin am CreatiF Center der Hochschule für Fernsehen und Film München (HFF München), wo sie das geförderte Projekt „HFF Film Heritage“ leitet, das Filmarchiv betreut und Vorlesungen zu Filmkulturerbe und audiovisueller Archivierung hält. Sie ist Autorin des Buches The Return of Magic: The Transformation of the Body in Chinese Cinema and Its Cultural Memory.

*Aufgrund einer für die Hochschule bindenden Vorgabe durch die allgemeine Geschäftsordnung für den Freistaat Bayern vom 01.04.2024 dürfen sämtliche Personen- und Funktionsbezeichnungen ausschließlich in der weiblichen und/oder männlichen Form aufgeführt werden. Mehrgeschlechtliche Schreibweisen sind unzulässig. Selbstverständlich sind Personen aller geschlechtlicher Identitäten ausdrücklich mit angesprochen.