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Drehbuch – Abt. VI

Viele Menschen haben schon einmal darüber nachgedacht, ein Drehbuch zu schreiben. Auf den ersten Blick wirkt es leicht – doch spätestens beim ersten Versuch zeigt sich: Es ist alles andere als einfach.
Warum? Weil sich dramatisches Schreiben grundlegend von jeder anderen literarischen Form unterscheidet. Es verlangt eine besondere Mischung aus technischem Können, analytischem Denken und kreativer Vorstellungskraft. Wie erschafft man Figuren, die berühren, und eine Handlung, die einen nicht mehr loslässt?

Screenwriting is telling an exciting story about exciting people in an exciting way.

(Frank Daniel)

Drehbuchschreiben zählt zu den anspruchsvollsten literarischen Disziplinen. Es braucht Jahre, bis man es wirklich beherrscht. Es verzeiht wenig, fordert viel – und lebt von stetigem Üben, Ausprobieren und Scheitern.

An der HFF lernt ihr voneinander, miteinander und aneinander – Das Drehbuchstudium an der HFF München ist mit den anderen Studiengängen vernetzt. Dazu gehören grundlegende Kenntnisse in Regie, Bildgestaltung, Schnitt und Produktion. Drehbuchstudent*innen schreiben nicht nur, sie drehen auch einen eigenen Kurzfilm und helfen bei den Dreharbeiten der Regie-Student*innen mit. 

Ziel der Ausbildung der Abteilung VI ist es, das dramatische Schreiben möglichst praxisnah für alle Formate und Genres zu vermitteln.

Im Grundstudium liegt der Fokus auf einem prozessorientierten Schreiben in geschütztem Raum. Von der kleinsten dramatischen Einheit – der Szene – arbeiten wir uns über den Kurzfilm bis hin zu langen Spielfilm- und Serienformaten vor.
Dramaturgische Grundbegriffe werden nicht nur theoretisch erklärt und analysiert, sondern konsequent praktisch angewendet. In diesen ersten beiden Jahren geht es vor allem um das „Handwerk“ – ein Fundament, das zwar seit Jahrtausenden existiert, aber unzählige individuelle Ausprägungen kennt.

Ziel des Studiums ist es, nicht nur ein solides Fundament zu legen, sondern auch ein professionelles Selbstverständnis und narrative Sicherheit als Drehbuchautor*in zu entwickeln.

Im Hauptstudium weitet sich der Blick: Weg vom stärker strukturierten Curriculum hin zur Entwicklung der eigenen künstlerischen Identität, mit Schwerpunkt auf die Entwicklung der eigenen Stimme des/der Autor*in. Die Studierenden erhalten die Möglichkeit, eigenen Interessen zu folgen, individuelle Schwerpunkte zu setzen und eigene Stoffe zu realisieren. Auch der konkrete Einstieg in die Branche, die Bearbeitung des Drehbuchs im Filmischen Prozess, die Zusammenarbeit mit Regisseuren und Produzenten wird vorbereitet. Ein zentrales Anliegen ist es, unsere Studierenden darin zu stärken, zeitgemäß, vielfältig und inklusiv zu erzählen – und dabei insbesondere die Perspektiven weniger privilegierter Menschen mitzudenken und sichtbar zu machen.