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  • Hochschule für Fernsehen und Film München .

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Studienangebot

 

Grundstudium: Vier Vorlesungsreihen Film- und Fernsehgeschichte

In jedem der vier Semester Grundstudium bieten wir Ihnen eine zweiwöchige Blockvorlesung zu je einer Epoche Film- und Fernsehgeschichte. Mediale ebenso wie historische Umbrüche stehen dabei an den Grenzen dieser Epochen. Diese reichen von der Vorgeschichte des Mediums selbst bis zum Ende der Stummfilmära: 1850–1927; von der Einführung des Tonfilms bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs: 1927–1945; von der Nachkriegszeit bis zum filmischen Aufbruch in die Moderne: 1945–1960 und schließlich von der Moderne in die unterschiedlichen Formen der Nachmoderne: 1960-1980.

Dieser chronologische Rahmen bedeutet freilich nicht, dass auch innerhalb der Veranstaltung eine einfache zeitliche Abfolge abgearbeitet wird. Vielmehr stellt die einzelne Sitzung sich je einer konkreten Problemstellung, die für die jeweilige Epochen von besonderer Bedeutung ist: Wie kann man überhaupt über Filmgeschichte sprechen und wie wird darüber gesprochen? Was ist ein (Film-)Autor und welche Rolle spielt die Vorstellung eines Autors innerhalb ihrer Zeit? Welche großen kulturellen Bewegungen seiner Zeit nimmt der Film auf und wie wirkt er auf sie zurück?

Der Stoff der vier Vorlesungsreihen wird jeweils durch einen 90minütigen schriftlichen Test am Ende des Vorlesungsblocks abgefragt.

Grundstudium: Grundlagenkurs

In dieser einwöchigen Einführung stellen wir Ihnen die wichtigsten Themen und Denkansätze unseres Fachs vor. Was ist Medienwissenschaft? Womit befasst sich dieses Fach, und was sind seine zentralen Begriffe und Konzepte? Welche Unterscheidungen werden getroffen, mit welchen Methoden wird gearbeitet? Und warum ist es wichtig, darüber nachzudenken? Diese Fragen werden im Grundlagenseminar nicht etwa beantwortet, sondern gestellt. Die Bandbreite reicht von „Gattung“ über den Autorenbegriff zu wissenschaftlichen Arbeitspraktiken; mit diesem Seminar rüsten wir Sie für die Aufbaukurse aus. Es herrscht Anwesenheitspflicht.

Grundstudium: Lektürekurs

Im viertägigen Lektürekurs wollen wir die einflussreichsten Theorien unseres Fachs zum sprechen bringen. Wir wollen, dass Sie – gestützt auf die Erkenntnisse historischer Texte – Antworten finden auf Fragen wie: Was ist überhaupt das Besondere an einem Film? Warum bezeichnen wir manche als „besonders filmisch", was ist damit gemeint? Zerstört das Fernsehen unsere Kultur? Wie müsste man es verändern, um das zu verhindern? Wenn wir fertig sind, jonglieren Sie mit großer Sicherheit mit Namen wie Béla Balász, Walter Benjamin, Siegfried Kracauer, André Bazin, Dziga Vertov, Sergej Eisenstein, Gilles Deleuze, Günther Anders, Marshall McLuhan, Hans Magnus Enzensberger, Bert Brecht, Jean Baudrillard, Neil Postman, Vilém Flusser oder Angela Keppler. Der Stoff des Lektürekurses ist Gegenstand der mündlichen Vordiplomprüfung.

Grundstudium: Film- und Fernsehanalyse

„Analysieren" bedeutet „Auflösen, Auseinandernehmen". In diesem Seminar lernen Sie, ganz genau hinzuschauen: Die Einführung beginnt mit der Analyse eines einzigen frames und endet mit der Untersuchung einer komplexen Narration. Dazwischen befassen wir uns mit Filmprotokollen und Einstellungsprofilen, mit Szenen und Sequenzen, mit Handlungssträngen und Akten. Wir differenzieren zwischen fabula und syuzhet, zwischen Akteuren und Aktanten, zwischen Erzählzeit und erzählter Zeit. Darüber hinaus werden zwei dramaturgische Modelle, die der Analyse von Filmen dienen, in einen historischen Kontext gestellt und diskutiert.

Welche Begriffe sind notwendig, welche Werkzeuge und Methoden muss man kennen, um Medien in ihrer Komplexität beschreiben und einordnen zu können? In diesem einwöchigen Pflichtkurs zu Anfang des Semesters werden Techniken der Film- und Fernsehanalyse vorgestellt und anhand von Beispielen eingeübt. Diese bilden die methodischen Grundlagen für die Studienarbeit(en) der Abteilung I. Für dieses Seminar besteht Anwesenheitspflicht.

Grundstudium: Aufbaukurs

Am Ende Ihres Grundstudiums stehen Ihnen drei Aufbaukurse in Film-, oder Fernsehwissenschaft zur Auswahl. Die Aufbaukurse vertiefen jeweils ein Thema des Fachgebiets auf dem Niveau der bis dahin besuchten Veranstaltungen. Angeboten werden wechselnde Themen, zum Beispiel ein Kurs über das filmische Motiv der „Robinsonade“ in der Filmwissenschaft oder ein Kurs über die „Formatierung des Dokumentarischen" in der Fernsehwissenschaft. Ziel der Aufbaukurse ist Ihre erste eigenständige wissenschaftliche Arbeit an dieser Hochschule, die sogenannte „Kleine Studienarbeit". Sie bildet die qualifizierende Voraussetzung für Ihre mündlichen Vordiplomprüfung.

Hauptstudium: Schwerpunktseminar

Im Hauptstudium haben Sie die Möglichkeit, sich für einen Schwerpunkt (Technik oder Medienwissenschaften) zu entscheiden. Wenn Sie diesen in der Abteilung I belegen, dann besuchen Sie die Schwerpunktseminare jeweils zu einem Thema Ihrer Wahl. Wir bieten jedes Jahr mehrere und sehr unterschiedliche Seminare an, so können Sie sich zum Beispiel mit den philosophischen Hintergründen der Matrix-Trilogie beschäftigen, oder aber Sie belegen ein Seminar, das sich mit der Berliner Schule auseinandersetzt,  oder aber einen Kurs, in dem der Experimentalfilm im Mittelpunkt steht. Mit dem Dozenten des Schwerpunktseminars vereinbaren Sie auch das Thema Ihrer schriftlichen Abschlussarbeit, das an das Seminarthema andockt. Es handelt sich um  eine schriftliche Hausarbeit von 30-35 Seiten im Fließtext. Die Teilnahme an den Schwerpunktseminaren sowie die Diplomarbeit sind Voraussetzungen für Ihr Diplom. Die Abgabe der schriftlichen Abschlussarbeit liegt immer am Ende des siebten Semesters.

Hauptstudium: Examenskurse

Die drei Examenskurse vertiefen je eine eigenständige Fragestellungen der Medienwissenschaft: Im Kurs "Spiel/Film" zum Beispiel diskutieren Sie Film aus der Perspektive der Spieltheorie; im Kurs "Erinnerung" geht es um Verschränkungen von psychologischen Betrachtungen der Erinnerung mit filmischen Formen der Erinnerung wie dem flashback und der Rolle der Erinnerung in komplexen Filmdramaturgien. Die Ergänzungskurse sind Gegenstand Ihrer 40-minütigen mündlichen Abschlussprüfung in der Abteilung I.

Hauptstudium: Vertiefungsseminar

Vertiefungsseminare sind Veranstaltungen, die das regelmäßige Lehrangebot um besondere Themenbereiche erweitern und zum Teil auf direkten Wunsch von Studierenden entwickelt werden. Das Themenspektrum reicht deshalb von TV-Serien-Formaten über Hong Kongs Nouvelle Vague zu  Buster Keaton und ist damit längst noch nicht ausgeschöpft. Die Unterrichtsform in diesen Seminaren ist frei. Neben Textarbeit, gemeinsamer Diskussion und der Sichtung von Filmen bauen wir auf Ihr Engagement und Ihr Interesse, sich vertiefend mit verschiedensten Bereichen der Medienwissenschaft auseinanderzusetzen. Im Laufe des Hauptstudiums müssen Sie mindestens  5 Vertiefungsseminar-Tage nachweisen.

Hauptstudium: Film- und Fernsehanalyse für Fortgeschrittene

Dieser freiwillige Kurs richtet sich an alle Unerschrockenen, denen das Programm unserer Abteilung Lust auf mehr gemacht hat. Methoden und Theorien der Medienwissenschaft zu kulturhistorischen Themen beschäftigen uns in diesem Seminar: "Die Einordnung des Werks Rainer Werner Fassbinders" oder "Die Rezeption und Wiedergabe des Dritten Reichs in Fernsehen und Film heute" können solche Themen sein.

Hauptstudium: Lesekurse

In den ebenfalls fakultativen abendlichen Lesekursen nehmen wir uns im Hauptstudium jeweils das Werk eines Medientheoretikers vor, das im Lektürekurs zu kurz gekommen ist oder noch komplett unbeleuchtet geblieben ist: Kapitel aus Gilles Deleuzes Kinotheorie, aus Roland Barthes Semiologie der Kultur oder die Schriften von Sergej Eisenstein zum Beispiel geben uns hier den willkommenen Anlass, unser Wissen zu vergrößern und unserer Leidenschaft für offene Fragen weiter nachzugehen. 

Hauptstudium: Doktorandenseminar

Im Doktorandenseminar stellen Absolventinnen und Absolventen ebenso wie Assistentinnen und Assistenten der Hochschule sich gegenseitig den Stand ihrer aktuellen Forschungsprojekte vor. Studierende, die überlegen, eine Dissertation an der HFF zu schreiben, können sich hier ganz unverbindlich einen Einblick verschaffen, worauf sie sich einließen.

Hauptstudium: "Kennst Du den schon?"

Wo sollten angehende FilmemacherInnen ihre Abende verbringen? Im Kino. Nur: Was sollten sie sich dort ansehen? Eine Antwort darauf bietet die Veranstaltung "Kennst Du den schon?". An mehreren aufeinanderfolgenden Abenden zeigen Studierende der HFF ihren KommilitonInnen Filme ihrer Wahl. Dabei handelt es sich nicht notwendig um Lieblingsfilme oder gar um Klassiker der Filmgeschichte. Sondern um Filme oder Fernsehserien, die Sie für unbedingt sehenswert halten - warum, das müssen Sie in einem kurzen Vortrag zu Beginn dem Publikum darlegen.